Sonntag, 27. September 2009

Der Traum rückt näher...

Letzte Nacht um kurz nach Mitternacht piepte mein Handy: Die Mama! "Nächste Woche um diese Zeit sind wir schon da und in 2 Wochen um diese Zeit möchte ich schon auf der Radstrecke sein!" laß ich da. Wie wahr! Während ich mich mit Freunden schon mal beim nächtlichen Kiezbesuch an die Zeitverschiebung gewöhnte, konnte Marlene vor lauter Aufregung wohl auch nicht schlafen - verständlich, nehmen doch die Vorbereitungen -mal ganz abgesehen vom Training - immer mehr Zeit im Tagesablauf ein. Unterlagen zum Ticket studieren, letzte Besorgungen machen -Riegel, Gels, Sonnencreme, etc. - und Streckenverläufe auswendig lernen, um nur einiges zu nennen. Und dazu die letzte harte Trainingswoche, die heute zu Ende geht - Der Traum Hawaii rückt zum Anfassen nah!

Aber wie verlief sie denn, die letzte anstrengende Woche:

Mit sauna-ähnlichen Schwimmeinheiten im Gegenstrom-Pool bei fast 32 Grad Wassertemperatur und gewachsenen Schwimmhäuten zwischen den Finger hat Marlene am vergangenen Wochen Training und Arbeit auf der Pool-Messe bestens kombiniert und zwischendrin sogar noch 2 lange Laufeinheiten absolviert.


Nach einem Tag trainingsfrei und Besuch bei Britta, ging es Dienstag wieder nach Hary.
Nach wie vor beste Trainingsbedingungen bei knappen 20 Grad und Herbstsonne - mag man meinen - aber da hatte Marlene die Rechnung ohne den Strassenbau des Landkreis Hildesheim und Goslar gemacht. Pünktlich zum fast nahenden Wintereinbruch waren sämtliche Nebenstrassen - sonst bestes Radtrainingsteretorium - komplett mit Rollsplitt schlaglochfrei und rutschsicher gemacht. Was für die Autoreifen - zumindest im festgefahren Zustand nach tollen Fahreigenschaften klingt - wurde bei der Mittwochsausfahrt für Marlene eher zur Tortour. Aber wie schön, dass man eine Tochter zum Ärger, Wut und Luft ablassen hat. Mit entspannten Worten konnte ich die Frau Mama besänftigen und zur langsamen und sicheren Weiterfahrt bewegen, Sicherheit vor Schnelligkeit!
Am Donnerstag - immer noch Sonne satt und damit Trainings-Motivation wie zum Saisonstart - stand ein langer Lauf auf dem Programm. Lest selbst, wie Marlene hier an alte Familietraditionen anknüpft und mal wieder eine Talsperre im Harz für einen Ausflug nutzt:
"Nach der 3 stündigen Radausfahrt am Mittwoch, wieder so gut 70 km durch gut hügeliges Harzvorland, bin ich dann ja zur Abwechslung am Donnerstag mal in den Harz gefahren und bin dort um die Granetalsperre gelaufen - 17 km - war knapp 2 Stunden unterwegs.
Eigentlich hatte ich es flach in Erinnerung, aber der Weg rund um die Talsperre ist doch recht hügelig. Schade nur, dass die Bäume inzwischen alle so kräftig hochgeschossen sind, einen direkten Blick auf die Talsperre hat man nur noch an wenigen Stellen, aber trotzdem, es war mal eine nette Abwechslung zu meinen Läufen hier im heimischen Ambergau.
Erinnerst du dich, dass wir vor ca. 20 Jahren mal mit dem Rad, noch gemeinsam mit Papa, um die Talsperre geradelt sind und wir fanden - zumindest ich - dass es doch ein sehr langer Weg war :)))) Ich glaube, vor 20 Jahren wäre ich nie auf die Idee gekommen, die Talsperre zu "umlaufen", wandern vielleicht ja, aber das wäre dann eine Halbtagestour geworden. Tja, so ändern sich die Zeiten !"

Man merkt schon, auch wenn wir schon immer eine sportliche Familie fahren, so gab es doch Abschnitte in der Vergangenheit, in der sich alle Familienmitglieder mit ganz alltäglichen kleinen Radtouren wohl fühlten. An Ausdauersport über 2 Stunden Länge hinaus war damals nicht wirklich zu denken.

Aber Hier und Heute befand sich Marlene vor ihrem letzten vollen Trainingswochenende vorm IRONMAN Hawaii. Samstag ging es noch mal auf's Rad - diesmal ohne Splitt und Pannenpanik - Gero und sein Sohn Björn waren mit von der Partie als es hies 2 Stunden GA2 fahren. Mit etwas Wind und den typischen Ambergau-Wellen kamen die drei auf einen 27er Schnitt und machten damit den Jungspund Björn ganz schön platt - der Arme wird von den alten Hasen so gescheucht ;-)

Während ich hier gerade schreibe, sitzt Marlene vermutlich die letzten Kilometer auf dem Sattel. Die letzte lange Ausfahrt - 5 Stunden sollen es werden - bei Traumwetter! Einen besseren Abschluss für eine harte Trainingswoche kann es kaum geben.

Aber neben bestem Trainingsbedingungen gab es noch einen tollen grund zur Freude und Motivation: Endlich - die Tickets, jetzt konnte nix mehr schief gehen und eine ganz liebe Triathlon Freundin aus Speyer überzeugte mit einer Überraschung der besonderen Art:

"Eben habe ich gerade meine Post geöffnet und Riesenfreude, eine tolle selbst zusammen gestellte Klappkarte von Heide und Peter, meinen Triathlonfreunden aus Speyer (wir haben uns vor 3 Jahren im Trainingslager auf Malle kennengelernt) mit vielen netten Wünschen und Glückwünschen habe ich mit Freudentränen in den Augen gelesen. Heide und Peter haben mich ja auch schon in Frankfurt unterstützt, ich werde mich da hoffentlich mal revanchieren können, wenn zumindest Peter bald die Quali für Hawaii schafft."

Auch hier in bei mir in Hamburg laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Die letzten Arbeiten wollen abgeschlossen, das Trikot gedruckt, der Blog geschrieben werden, alle Trainingsutensilien vorbereitet und verstaut werden - ja nun steigt auch hier langsam die Aufregung und auch Martin rotiert in Hochform, damit dem Abflug am Freitag früh nichts mehr im Wege steht.

Ihr merkt es schon, die Stunden bis zum Abflug werden von uns allen gezählt! Damit ihr mit zählen könnt und noch zusprechende Worte oder motivierende Grüße senden könnt: Abflug ist am Freitag in aller früh - für Marlene und Martin ab Hannover, für mich ab Hamburg - wir tretten uns dann in Frankfurt, von dort geht es über Chicago und Los Angeles nach Kona Hawaii, wo wir 26 Stunden später landen.

Aber seid versichert, ihr bleibt informiert!

In diesem Sinne,

Sonnige Grüße, Eure Stephanie


Sonntag, 20. September 2009

Der Countdown läuft...



Herrje, wie die Zeit vergeht! Nun sind es noch genau 20 Tage bis zum Race-Day auf Hawaii und die Zeit fliegt nur so dahin. Bei bestem Spätsommerwetter sind zum Glück die Bedingungen für letzte Test-Läufe und die letzten harten Trainingswochen geradezu ideal - also, kein Grund für Ausreden. Aber von Beginn!


Nachdem der Maschseetriathlon dem ersten Regenwochenende und den kühlen Temperaturen zum Opfer gefallen ist, folgte in der vergangenen Woche am Freitagabend der Nachtlauf in Hannover. Um 22 Uhr fiel der Startschuss und - obwohl anfangs auch arge Motivationsprobleme so spät überhaupt noch zu starten - hat Marlene dann mit einer Super-Zeit von 54 min. den 3. Platz in der AK 55 belegt! Da sag noch mal jemand, das Laufen wäre nicht so ihr Ding!! Das war dann wohl auch ein wenig Initialzündung in Sachen Motivation für die dann folgende umfangreiche Trainingswoche:


Ein knappes 20 Std. Programm waren für diese gerade endende Woche angepeilt - dabei viele Radkilometer, aber auch Laufen, Laufen und nochmal laufen!


Der Montag - noch frisch und leicht regnerisch - startet mit einer langen Laufeinheit: 2,5 Stunden durch den Ambergau. Ich selbst bin ja immer schnell gelangweilt, wenn ich solch lange Einheiten nur durch Feld und Wiesen laufen muss - wie spannend ist es da um Alster oder Stadtpark in Hamburg zu laufen, dabei Jogger, Lustwandler und andere komische Figuren zu beobachten. Also, umso mehr Respekt vor diesem monotonen Training - aber auch das ist die beste Voraussetzung für das Rennen auf Hawaii, bei dem Marlene sich Stundenlang allein mit der Natur begnügen muss. Ich schätze mal ein klein bisschen andere Natur als im Ambergau - also dann doch eine Abwechselung ;-)


Dienstag: Endlich sollte Marlenes Rad mal richtig gecheckt und aufgearbeitet werden. Dazu muss man sagen, dass Marlenes Stevens Aspin in der Triathlon Szene fast scon ein bisschen Nostalgie Charme hat. Bei der Material-Schlacht, die dort teilweise in der Wechselzone herscht und in Hawaii nicht anders sein wird, sticht das Aspin durch einfache, aber erstklassige Eleganz hervor. Kein Schnick-Schnack wie Aerolenker oder Matrix-Laufräder. Klar, tolles neues Material macht nicht immer schneller, aber man fühlt sich besser und es gibt Selbstvertrauen! ABER: Das nun 6 Jahre alte Aspin von Marlene ist nun rundum erneuert und - da bin ich mir sicher - ist zuverlässig! Oli - einem meiner Vereinskollegen - sei Dank! Und wie sich das dann nach der ersten Ausfahrt von Marlene mit neuer Kette, neuer Kassette und umgedrehter Lenkerstütze anhört, hat sie voller Begeisterung später in einer Mail geschickt:


"Und schon eigenartig, da hat der Oli etwas fertig bekommen, was die Profis aus Hildesheim und Hannover behauptet haben, es ginge nicht. Seit dem Umbau auf die Kompaktkurbel hatte ich bei einem Gang, dem kleinsten auf dem großen Blatt Probleme, es ratschte dann immer und ich musste zurückschalten oder gleich auf das kleine Blatt. Auf Nachfrage wurde mir immer wieder gesagt, damit müsse ich halt leben, müsse diesen Gang halt überspringen, das wäre so, wenn man ein Rad mit Kompaktkurbel umrüstet und auch mit dem Triathlonlenker hatte ich die Auskunft erhalten, dass da nichts machbar ist mit höher legen."


Aber damit war der Ausflug nach Hamburg noch nicht zu Ende. Während Oli also das Rad einmal auseinander gebaut hat und dann wieder zusammen, habe ich Mama mal mit zu unserem Lauf-Intervall Training auf die Jahnkampfbahn im Stadtpark genommen. Intervall stand eh auf ihrem Plan, also dann doch gern mal in der Gruppe udn auch noch mit Trainer an der Bahn! Es startet - für mich wie immer - mit 2,5 km Einlaufen und einem umfangreichen Lauf-ABC. Sina - unsere Trainerin - staunte nicht schlecht: Trotz reiferem Alter und zum ersten Mal beim Trainingsabend dabei, fielen Marlene die Skippings, Hopserläufe, Seitwärtsläufe und Koordinationsübungen überhaupt nicht schwer - im Gegenteil: zum Teil sogar in der Koordination ausgereifter als die vermeintlich alten Hasen ;-) Unsere Mama eben! Es folgte der Intervallblock mit 5 x 1200m (also 3 Runden auf der Bahn) und jeweils einer lockeren Entspannungsrunde als Pause. Etwas langsamer als Wettkampftempo. Bei mir war es - wie immer - eher schneller als Wettkampftempo, ich lass mich das gern von der männlichen Konkurrenz ein wenig anschupsen und mitziehen. Marlene dagegen blieb voll im Soll und hat sehr gleichmäßig ihre Runden gezogen. Bravo!

Danach ging's für sie mit gefühlt neuem Rad wieder gen Heimat.

Am Mittwoch folgte direkt die erste Testfahrt mit dem Aspin und Gero - Das Aspin ist ihr Rad, Gero ihr altbewährter Trainingspartner ;-) Nachdem ich letztens nach der Aussage: "Ich geh mit Lisi Rad fahren" gefragt wurde, ob ich mein Rad Lisi getauft habe, kläre ich das hier lieber noch einmal ganz ordentlich auf.
Nachdem diese Fahrt - überwiegend in Aeroposition wie auf dem Foto - und perfektem Schaltgefühl verlief, war der Weg frei für die lange Ausfahrt am Donnerstag. 6 Stunden standen da im Trainingsplan. Auch das für mich wieder weniger eine Frage des körperlichen durch stehens, denn viel mehr eine Frage der Pyschologie. 6 Stunden - in Worten sechs - allein - und das war das, was mich immer wieder verwundert - auf dem Rad! Ich fahre auch im Training 5 und 6 Stunden, aber allein würde mich die lange Weile vorher zum Umdrehen zwingen! Aber auch hier ist es wieder die beste Vorbereitung für Hawaii, wo Marlene auch viele Stunden mit sich selbst beschäftigt sein wird und der Support an der Strecke nicht immer so lautstark wie in Frankfurt sein wird!
Aber auch da wird es wieder etwas anderes sein: Im Wettkampf ist man die gesamte Zeit damit befasst zu überlegen, wann ich wieder esse, wann war die letzte Salztabelette, wieviel muss ich noch trinken. Im Training schweifen die Gedanken mehr ab, man ist nicht so konzentriert - ich bin weniger konzentriert - und das macht es für mich häufg langweiliger! Also, ganz große Klasse und mein größter Respekt vor diesen einsamen Trainigsstunden.
Der Freitag hat seinem Namen alle Ehre geboten und war frei :-)
Na, doch nciht so ganz, denn es ging mit Martin nach Offenburg zu einer Bädermesse Paradiso, wo wieder einmal der Pool mit Gegenstromanlage ausgestellt und vorgeführt wurde. Das Rad blieb zu Haus, dafür waren Schwimmanzug und Laufschuhe im Gepäck.
Der gestrige Samstag war dann mit 1,5 Stunden Laufen durch Offenburg und 1 Stunde Schwimmen im Pool auch schon fast was für die Entspannung.
Hier einmal die vergangene Woche im Überblick:
Montag: 2,5 Std. Laufen
Dienstag: 2 Std. Intervall-Läufe
Mittwoch: 3 Std. oder 74km Rad fahren
Donnerstag: 6 Std. oder 144 km Rad fahren
Freitag: frei
Samstag: 1,5 Sd. Laufen und 1 Std. Pool
Die Sonne lacht, die Luft wird gerade wärmer, also auch für die Zeit nun endlich raus auf's Rad. Aber es geht weiter, ganz bald an dieser Stelle. Eine harte Trainingswoche folgt noch, bevor es langsam weniger wird und die direkte Taperphase für Hawaii beginnt.
Sonnigeste Grüße aus dem Norden,
Eure Stephanie

Freitag, 11. September 2009

Die wichtige Gesundheit für einen Start in Hannover opfern?

Maschseetriathlon in Hannover! Es sollte am vergangenen Sonntag noch einmal ein letzter Testwettkampf werden, bevor es in den letzten harten Trainingsblock vor dem 10. Oktober geht. Start für Marlenes Olympische Distanz sollte um 14.30 Uhr sein. Als wir gegen 11 Uhr in Hannover ankamen, hörten wir schon, dass es den kompletten Morgen Bindfäden geregnet hatte und die Volkstriathleten ordentlich nass und kalt geworden sind - was für Aussichten für einen Wettkampf im Spätsommer! Aber wieso eigentlich, es wurde gerade trocken, zumindest von oben, und die dunkelgrauen Wolken liesen sich von den hellgrauen Wolken ablösen - vielleicht gab es für den Nachmittag doch noch Hoffnung?
Marlene holte erst einmal ihre Startunterlagen ab, während Gero - ihr Trainingskollege - der schon morgens seinen Sohn Björn an der Strecke angefeuert hatte, entschied, durchgefroren und jetzt schon nass, nicht an den Start zu gehen. Wir waren noch guter Hoffnung, dass vielleicht die Sonne kommen würde und das Thermometer auch so langsam ansteigen würde.
Ab 12.30 Uhr war Check-In der Räder! Ich freute mich inzwischen trotz trüben Wetteraussichten auf einen tollen Wettkampf und lies mich auch nicht an der vermutlich viel zu langen Schwimmstrecke stören - das sollten 1500m sein - niemals! Marlene wurde immer unsicherer - Starten - nicht Starten, nach dem 17 Grad kaltem Wasser aufs Rad und eine Erkältung provozieren? Doch noch einmal starten und ein bisschen Wettkampfsicherheit und Wettkampfhärte bekommen? Nach Gesprächen mit einigen Athleten hat sie sich dann - und das war gut so - gegen den Start dort entschieden. Die gerade überstandene Gürtelrose hielt den Körper sicher noch viel zu geschwächt, als dass das Imunsystem mit soviel Belsatung und Kälte schon sicher hätte umgehen können.
Dafür wurde aus dem Wettkampfnachmittag für Marlene mal kurzer Hand ein Support-Event für mich und auch Pia - also einmal noch das Rennen von der anderen Seite betrachten :-)

Nach diesem Wochenende ging es dann umso motivierten in diese Trainingswoche. Mit diversen Laufeinheiten und Intervallen hat sich Marlene auf den heutigen Nachtlauf von Hannover vorbereitet - also nun doch noch ein Wettkampf in Hannover :-) Heute Abend geht es um 22 Uhr über 10 km quer durch die City der Landeshauptstadt - ich drück die Daumen!

Nach dieser sehr laufbetonten Woche geht es in der kommenden Woche mit hohen Umfängen in langen Einheiten mit wechselnden Belastungen weiter. Wettkampfhärte über ein abwechslungsreiches Training bekommen - das ist das Ziel! Ich bin gespannt wie unsere Mama die geplanten fast 20 Stunden Training von Montag bis Sonntag verpackt und druchhält, aber eigentlich bin ich mir shcon jetzt sicher - das wird prima gehen! Mit dem geplanten Abstecher nach Hamburg zum Beginn der Woche, werden wir sicher auch 1 - 2 Einheiten gemeinsam absolvieren. Da freu ich mich!

Seid wieder dabei, wenn es mit Bildern und Berichten an dieser Stelle weiter geht.

Bis dahin eine schöne Zeit und bleibt gesund!

Eure Stephanie

Dienstag, 1. September 2009

Maschsee-Triathlon in Hannover - Letzter Testwettkampf

Noch 40 Tage!!

Während so langsam die Abende kürzer, die Nächte länger und die Morgende dunkeler werden, ist das Aufraffen zum Training und die Motivation nicht immer stabil. Umso motivierender die warmen Sonnenstrahlen, die dann noch zum Training locken - wie heute zum Beispiel!
Noch 40 Tage liegen zwischen heute und dem großen Rennen auf Big Island, noch 40 Tage, wo die Aufregung und Anspannung bei Marlene - aber auch bei Martin und bei mir - immer größer wird!
Nicht nur Training und Wettkampf sorgen für Aufregung: Mindestens genauso entscheident sind gerade Fragen wie
"Welche Wettkampfbekleidung ist wohl am Besten? Einteiler oder doch Zweiteiler?"
"Speedsuit beim Schwimmen oder nur den Schwimmanzug?" (Ein Neopren-Anzug ist auf Hawaii aufgrund des warmen Wassers nämlich verboten!)
"Wann und wo lasse ich das Rad noch einmal richtig einstellen?"
"Wird das alles mit der Gürtelrose richtig abheilen?"
"Wie bekomme ich das Rad für den Flug gut verpackt?"
"Und Daumendrücken, dass es dann letztendlich auf Hawaii nicht zu heiß wird?"

Darüber hinaus ist diese Woche ein wenig aufregend, weil wir nun die Restzahlung an Hannes Hawaii Tours zahlen müssen und damit das Projekt Hawaii immer mehr und immer deutlicher an Realität gewinnt. Morgen in einem Monat geht es schon los, ab Hannover und Hamburg über Frankfurt und Los Angeles nach Kona!! Die Besätigungen für die Einreise in die USA haben wir bereits, Reisepässe sind auch aktuell und gültig - nur Martin wartet noch auf die Ausgabe des Passes, sollte aber alles zeitlich klappen.

Aber bevor es wirklich los geht, steht noch einiges an: So zum Beispiel der letzte Wettkampf in dieser Vorbereitung - der Maschseetriathlon in Hannover am kommenden Sonntag. Seit Hamburg Ende Juli der erste Wettkampf und damit auch seit der Gürtelrose und der Genesungspause der erste Wettkampf.
Marlene wird um 14 Uhr in der Olympischen Distanz an den Start gehen und zum ersten Mal in diesem Jahr starten wir gemeinsam in einem Wettkampf - Mutter und Tochter - was freu ich mich :-)
Dort heißt es natürlich an erster Stelle wieder einmal mehr: Spaß haben! Aber natürlich möchte Marlene sich auch sicher sein, dass sie die zwickende Gürtelrose nun endlich überwunden hat und ganz ohne Probleme, ohne Jucken und Zwacken, den Wettkampf übersteht. Wir werden sehen, die letzten Tage und Wochen Training liefen zumindest entsprechend gut, also wird der Wettkampf auch klappen.

Über Support an der Strecke wird sich natürlich nie beklagt, daher, wenn ihr in der Nähe seid oder gar hier wohnt, dann schaut am Maschsee vorbei, es wird sicher ein herrlicher Triahtlon-Tag.

Derweil erst mal sonnige Grüße aus dem Norden und bis bald,
Eure Stephanie