Donnerstag, 8. Oktober 2009

Nun wird's ernst - Startnummer 418































Hui, wo soll ich anfangen - in den letzten Tagen ist soviel passiert! Wäre ja auch schlimm, wenn nicht.

Mit dem gesterigen Tag startete nun endlich mit der Nationenparade der offizielle Teil des IRONMAN Hawaii 2009. Die Messe wurde eröffnet, die Ausgabe der Startunterlagen wurde sofort regelrecht überrannt und sogar das Einschwimmen am Pier hatte ein neues Highlight: Die Coffeebar 700m weit draussen, die einem das Salzwasserschwimmen nun endlich mal versüßen sollte ;-)

Aber ich starte einfach mal chronologisch: Einschwimmen am Morgen also mal nicht wie immer: Wenn die ersten Meter bunte Fische vorbei sind, die entgegenschwimmenden immer mehr werdenden Mitschwimmer geschickt umschwommen wurden, die ersten 3 roten Bojen passiert wurden, hat man das Ziel erreicht. Für mich, DAS Ziel dieser Tage in Kona, für die Athleten wohl eher eine Art Zwischenziel: Die Coffee-Bar, ein kleiner Holz-Catamaran mit rotem Segel, an dem es gilt, sich geschickt festzuhalten um dann den besten Kona-Coffee aus kleinen Bechern zu geniesen und zu schlürfen. Mit etwas Glück ergattert man auch noch einen Brownie dazu, der dann möglichst nicht bei den Fischen landen sollte. Ein Traum! Marlene ist so begeistert, vom Kaffee statt Salszgeschmack im Mund, dass sie sich diese Art der Unterbrechung auch gern für den Wettkampftag wünschen würde - das kann ich verstehen! Ach, und das beste - man braucht noch nicht mal die Plastik-VISA dafür, den Hawaii-Coffee gibts gratis!

Nach dem Einschwimmen gings zur Akkreditierung Die Erste! Natürlich wollte Marlene gern ihre Startunterlagen auch am ersten möglichen Tag abholen, um schon mal alle Details zu studieren und natürlich auch mit dem momentan wohl wichtigesten Detail hier in Kona umherzu laufen: Dem kleinen Athleten-Armband am Handgelenk! Es war brechend voll!! 200m Warteschlange im kühlschrankgekühltem Hotelflur - nicht meine Klimazone, zum Glück hatte auch Mama mit unserer Gesundheit und unserem Frühstückshunger ein Einsehen und hat die Abholung auf morgen - also heute verschoben. Und heute nach dem Eisnchwimmen war es dann Akkreditierung Die Zweite und nun hat sie es - das farblich nach Altersklassen unterschiedene Bändchen mit der so wie ich finde - schönem Nummer 418!! Silber - schick was? Die Profis tragen Gold, wenn das kein gutes Ohmen ist! Und die Badekappe dazu - nicht ganz passend - dafür auffallend in pink. Ich schätze mal das wird der Renner im nächsten Jahr im Bockenemer Freibad :-) Ich würde es zumindest zum Saisonschlager machen. Schade nur, dass es hier noch ein paar mehr auffallend pinke Kappen gibt - wird es mit der Erkennung dann doch wieder etwas schwieriger. Bleibt noch zu erwähnen, dass die Radnummer schwarz gelb ist, passt also bestens zum schwarzen Stevens-Bike - sehr edel!

Nicht ganz unspecktakulär war dann gestern Abend Martins Auftritt - oder soll ich eher sagen Aufzug - bei der Nationenparade. Fast direkt vom Oktoberfest eingeflogen, hat er seine Lederbux aus dem Koffer gefischt und damit alle Blicke und die Stimmen der Sprecher auf seiner Seite gehabt. Nationenparade heißt, alle Länder sind mit einer Vielzahl derer Athelten udn den Angehörigen am Start, um sich und den Wettkampf zu feiern. Und gefeiert wird, die Hawaiianer sitzen schon lange vorher an den Strassenrändern und erwarten das Spektakel. Mit Lederbux, bis auf die Flip-Flops an den Füßen, fast wie ein anständgier Bayer hatte Martin dann sogar die Gunst der Norddeutschen auf seiner Seite und von den diversen Sprechern wurde er anerkennend gehuldigt - nun hat auch er dazu beigetragen, dass die Amerikaner glauben, dass alle Deutschen Lederhosen tragen und Sauerkraut mit Bratwurst essen. Später beim Sonnenuntergangs Getränk wäre der Oberkellner fast aus den Schuhen gekippt, dass wir trotzdem noch was anderes trinken als Bier.

Nach dem Einschwimmen am Pier mit Kaffee im Ozean und einem ausgiebigen Frühstück gings zur Wettkampfbesprechung. Eigentlich nix Neues, bleibt aber dringend zu erwähnen: Bei einem Unfall oder einer Panne mit dem Rad kann das Rennen gern fortgestzt werden, allerdings muss das Rad dann geschoben oder getragen werden. Ok, klingt einleuchtend! Für die Laufstrecke gilt dann aber fast Freestyle, wie wir Schwimmer sagen würden, Laufen, Gehen, Krabbeln alles ist erlaubt. Wäre man ohne Wettkampfbesprechnung von allein nicht drauf gekommen ;-) Wir hoffen doch aber sehr, dass die Freestyle Auslegung nicht zu sehr ausgereizt werden muss und zumindest Hände und Knie bei Marlene nach dem Marathon am Samstag noch heil sind! Und das Rad natürlich auch mit beiden Rädern und Marlene auf dem Sattel sitzend in der Wechselzone ankommt.

Der Abend klang dann ein letztes Mal nicht nach dem Motto Carbo-Laoding aus: Grillen auf dem Pool-Deck! Und nein, dass auf dem Bild ist keine Fototapete, dass ist der wahre Sonnenuntergang. Auch ich dachte, sowas kitschiges gibts nur auf gemalten Postkarten, aber neine, alles real! Und die Teirchen auf dem Grill sind auch real :-) ...gewesen!


Soviel erst einmal hier von der Sonnenseite, ein abendliches Aloha und denkt an Marlene...

Eure Stephanie








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